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Frauengesundheitszentren treten gegen Schönheitswahn und Körpernormierung ein
Stellungnahme des Netzwerks der Österreichischen Frauengesundheitszentren ein
Donnerstag, 24. Juni 2010
Stellungnahme des Netzwerkes der Österreichischen Frauengesundheitszentren:
"Anzeigen dieser Art stellen eine massive Verharmlosung von medizinischen Eingriffen dieser Art dar. Sogenannte Schönheitsoperationen bergen jede Menge Risiken und Komplikationen. Frauen wird suggeriert, dass es sich hier um „Wellness“-Angebote handelt, die sie rasch und ohne viel Aufwand zu einem anderen, glücklicheren, zufriedenen Menschen machen.
Weit über 40.000 Österreicherinnen unterziehen sich jährlich schönheitschirurgischen Eingriffen. Das Geschäft mit der Schönheit boomt. Der weibliche Körper wird immer stärker Normierungen ausgesetzt, die von Wirtschaft und Medien vorgegeben werden. Abweichungen in Form und Maß gelten als nicht gesellschaftsfähig oder sogar krank. Grafisch bearbeitete Fotos von Frauen in den Medien, retuschierte Bilder von Models gaukeln Frauen eine Welt vor, in der der weibliche Körper als Ware gilt, perfekte Schönheit jederzeit machbar ist und frau nur selbst schuld ist, wenn sie nicht den standardisierten Idealen entspricht.
Frauengesundheitszentren bieten Frauen und Mädchen kritische und (von wirtschaftlichen und anderen Interessen) unabhängige Information und Beratung zu Fragen rund um ihren Körper, Schönheitsideale und kosmetisch-chirurgische Eingriffe."
Das Netzwerk der Österreischischen Frauengesundheitszentren
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