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18. Welt-Aids-Konferenz: „Energetisch, inspirierend und intensiv!“
Wiener Programm für Frauengesundheit bei der Eröffnung von AIDS2010 und im Global Village
Dienstag, 27. Juli 2010
Als „energetisch, inspirierend und intensiv“ bezeichnete Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die Eröffnung der Welt-Aids-Konferenz im Austria Center Vienna. Er sprach die Schlussworte der Eröffnung, nach RednerInnen wie dem Chef des UNAIDS-Programms Dr. Michel Sidibé und der Sängerin und UNAIDS-Botschafterin Annie Lennox.
Das Geld fehlt
Bei aller Begeisterung für das internationale Publikum und das umfassende Kongress- und Begleitprogramm von AIDS2010 fielen aber auch viele mahnende Worte im Rahmen der Eröffnung: „HIV-Behandlung ist kein Luxus, es geht um Leben und Tod“, sagte etwa EU-Gesundheitskommissar John Dalli. Michel Sidibé kritisierte, wie auch viele andere RednerInnen, die derzeitige Finanzierungssituation: „Die Prävention kommt zu kurz, die Kosten steigen und vielfach kann die Behandlung nicht aufrecht erhalten werden“, kritisierte der UNAIDS-Chef.
Kampf gegen Stigma
Sängerin und UNAIDS-Aktivistin Annie Lennox hob hervor, dass HIV/Aids-PatientInnen immer noch stigmatisiert seien und forderte: „Das muss normalisiert werden.“ Und Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger freute sich über die Erfolge, die Österreich im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit erzielt habe, wies aber auch darauf hin, dass es keinen Grund gebe „sich auf diesen Erfolgen auszuruhen.“
Als Teilnehmerin der Eröffnungszeremonie war auch Wiens Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger vom „sehr politischen und charismatisch besetzten RednerInnen-Panel“ begeistert. „HIV/Aids ist weltweit nicht nur ein Gesundheits-, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Thema“, hielt Wimmer-Puchinger am Rande der Konferenz-Eröffnung fest.
Buntes Dorf für Alle
Auch beim unter anderem von Wiens Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am 19. Juli eröffneten „Global Village“ von Aids2010 war das Wiener Programm für Frauengesundheit mit Beate Wimmer-Puchinger vertreten. Das bunte Konferenz-Begleitprogramm war für alle BesucherInnen gratis zu besichtigen. Rund 1.000 „DorfbewohnerInnen“ aus 80 Ländern stellten Präventionsprojekte vor, brachten Aktuelles zum Thema Sexarbeit und informierten über die Ausbreitung des Virus vor allem in Osteuropa.
Königlicher Besuch
Am Eröffnungstag wurde die anwesende Prominenz – so nahm etwa die norwegische Kronprinzessin Mette Marit am Event teil – durch das Global Village geführt. Mit dabei war auch österreichische (Polit)-prominenz: So ließen sich Stadträtin Wehsely, Life-Ball-Organisator Gery Keszler und Europa-Abgeordnete Ulrike Lunacek durchs globale Dorf führen. Auch im Rahmen der Eröffnung des Global Village war das Wiener Programm für Frauengesundheit in Gestalt von Beate Wimmer-Puchinger vertreten. „Das Global Village bietet jedem interessierten Menschen einen Überblick über die HIV/Aids-Situation in der ganzen Welt“, berichtete Wimmer-Puchinger. „Besonders die Auseinandersetzung mit HIV-positiven Menschen hilft beim Abbau des leider immer noch vorhandenen Stigmas.“
Weitere Informationen:
Die Welt-Aids-Konferenz findet alle zwei Jahre statt. Wien war zum ersten Mal Austragungsort der Konferenz, die heuer zum 18. Mal über die Bühne ging. 2012 wird Washington/USA die Welt-Aids-Konferenz ausrichten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Aids-Konferenz: www.aids2010.org
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