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Stille Geburt – Informationen für verwaiste Eltern

Eine neue Broschüre des Familienministeriums bietet Anlaufstellen und Hilfe.

Mittwoch, 04. August 2010

Bei Fehlgeburten oder wenn ein Kind nach der Geburt verstirbt, bricht für die betroffenen Eltern eine Welt zusammen. Zur Unterstützung der Betroffenen wurden in einer neuen Broschüre Hilfsangebote und Unterstützungsmaßnahmen zusammengefasst.


Copyright Wiener Programm für Frauengesundheit / Ralf KliemWenn ein Kind während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verstirbt, so ist die Trauer für die betroffenen Eltern oft nur schwer zu bewältigen. Viele betroffene Eltern erleben diese Zeit als eine Phase, in der ein Chaos an Gefühlen die Bewältigung des Lebens sehr schwierig erscheinen lässt. Gerade in dieser Situation müssen aber oft weitreichende Entscheidungen getroffen werden.


Konkrete Hilfestellung

Wie haben andere Eltern diese Situation erlebt? Was muss nun bedacht werden? Wo gibt es Hilfemöglichkeiten? Diese Fragen versucht eine neue Broschüre zu beantworten. „Stille Geburt“ wurde sie betitelt und listet nicht nur Anlaufstellen und Literatur auch, sondern bietet auch ganz konkrete Hilfestellung, etwa wenn es darum geht, ob das totgeborene Kind noch einmal betrachtet werden soll, wie verwaiste Eltern sich verabschieden können, aber auch, wie etwa ein verstorbenes Kind beerdigt werden kann und welche Rituale über die erste Zeit der Trauer hinweg helfen.

Mit dem Begriff „Stillbirth“ wird in der englischen Sprache eine Totgeburt bezeichnet. Die „stille Geburt“ wurde als Titelbegriff für die Broschüre in einem erweiterten Sinn verwendet. Sie gilt für alle verstorbenen Kinder, egal ob Fehlgeburt, versterben im Mutterleib oder wenn das Kind nur wenige Stunden oder Tage nach der Geburt verstirbt.


Erinnerungen bewahren

So wird etwa dazu geraten, Fotos vom verstorbenen Kind zu machen und Erinnerungsstücke zu sammeln und aufzuheben. Unterstützungsmöglickeiten, wie etwa durch eine Hebamme werden ebenso aufgezeigt, wie notwendige Beurkundungen des verstorbenen Kindes.

Auch die Möglichkeit der Beerdigung des verstorbenen Kindes wird beschrieben. Ergänzt wird das Informationsangebot durch Internetadressen und Bücher, die verwaisten Eltern bei der Bewältigung ihrer Trauer helfen können.


World Wide Candle Lighting

Jeden 2. Sonntag im Dezember ist übrigens der Tag des „World Wide Candle Lighting“. Dabei werden auf der ganzen Welt um 19 Uhr (in jeder Zeitzone) für verstorbene Kinder Kerzen angezündet. So wandert das Kerzenleuchten wie eine Lichterwelle um die ganze Welt und verbindet alle trauernden Eltern und Verwandten.


Die Broschüre „Stille Geburt“ kann unter dieser Emailadresse: bestellservice@bmwfj.gv.at bestellt
oder auf dieser Internetseite downgeloadet werden:

http://bmwa.cms.apa.at/cms/content/attachments/1/4/0/CH0617/CMS1269331228033/broschuere_stille_geburt.pdf

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