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Leitlinien zu Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs
Neuerscheinung des multidisziplinären Leitfadens zur Früherkennung und Behandlung des Mammakarzinoms
Montag, 30. August 2010
4.800 Frauen erkranken in Österreich jährlich an einem Mammakarzinom, etwa 1.560 sterben an der Krankheit. Die Zahlen machen betroffen und der Befund Brustkrebs stellt für jede einzelne Frau eine schicksalhafte Diagnose dar und bedeutet eine anhaltende Belastung in vielen Lebensbereichen.
Um die betroffenen Frauen adäquat betreuen zu können, ist eine multiprofessionelle Sichtweise unentbehrlich.Voraussetzung für eine optimale Behandlung ist die rasche und vor allem effiziente Hilfe der Betroffenen im Rahmen eines multidisziplinären Betrachtungsansatzes. Das umfasst die Arbeit von GynäkologInnen, RadioonkologInnen und ChirurgInnen ebenso wie jene der PathologInnen, PsychiaterInnen, PsychookologInnen, SozialarbeiterInnen und der AllgemeinmedizinerInnen.
Mit den Leitlinien ist ein wesentlicher und gemeinsamer Schritt zur Früherkennung und Behandlung des Mammakarzinoms gelungen. Ziel ist eine optimale medizinische und psychosoziale Versorgung der Patientinnen von der Früherkennung über die Diagnosestellung und Optimierung bis hin zur Nach- und/oder Palliativbetreuung. Die Leitlinien gewährleisten, dass alle Patientinnen nach einheitlichen Kriterien und Standards umfassend, interdisziplinär und ganzheitlich behandelt und betreut werden.
Wissenschaftlicher Konsens aller Mammakarzinom-ExpertInnen
Auftraggeber dieses multidisziplinären Leitfadens als wichtigen Eckpfeiler im Qualitätsverbesserungsprozess waren Stadt Wien und Wiener Gebietskrankenkasse unter der Beteiligung der Wiener Krankenversicherungsträger und der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien. Die Leitung und Koordination lag beim Wiener Programm für Frauengesundheit.
Alle für diesen Bereich relevanten Fachgruppen und Sektoren waren in die Erstellung dieses Leitfadens nach ganzheitlichen Ansätzen eingebunden.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und integrierte Versorgung
Besonders hervorgehoben wird in der Broschüre die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit. Durch die Vernetzung des intra- und extramuralen Bereiches kann sichergestellt werden, dass sektorenübergreifend alle relevanten Bereiche unter optimalem Einsatz der Ressourcen ihren Beitrag zur integrativen Behandlung und Betreuung der Patientinnen leisten.
Die Zusammenführung von somatischen und psychosozialen Standards steht richtungweisend für eine integrierte Versorgung der Patientinnen im Gesundheitssystem. Die Leitlinien vermitteln daher auch wichtige Prinzipien der Kommunikation und Gesprächsführung mit den Patientinnen sowie die Wichtigkeit, mögliche psychosoziale Probleme auch anzusprechen.
Der multidisziplinäre Leitfaden steht hier zum download zur Verfügung.
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