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„Theater des Körpers“ - oder „Was ist normal in der Sexualität?“
Jahrestagung psychosomatisch orientierter GynäkologInnen am 11. Dezember 2010
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Sexualität in der Frauenheilkunde ist immer noch tabuisiert. In den letzten Jahren ist dieses Thema allerdings verstärkt in den Fokus von GynäkologInnen gerückt. Lustlosigkeit, Orgasmusstörungen oder die vielfältigen Folgen körperlicher Erkrankungen auf das Sexualleben werden zunehmend auch von den Patientinnen an die FrauenärztInnen herangetragen.
Klitoris, die unbekannte Schöne
Aus diesem Grund steht die 28. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatik in Gynäkologie und Geburtshilfe ganz im Zeichen weiblicher Sexualität, Anatomie und Sexualstörungen. Das Spektrum der Vorträge reicht von „der psychosexuellen Entwicklung der Frau und die Wechselwirkung gynäkologischer Symptome und weiblicher Sexualität, über Sexualtherapie, Sexualstörungen als kommunikatives Signal in der Paarbeziehung und Jugendsexualität bis hin zu Themen wie „Klitoris, die unbekannte Schöne“ und Frauenheilkunde und Sexualität.
Krebs und Sexualität
Auch das Thema „Krebserkrankung und Sexualität“ findet breiten Raum im Rahmen der Tagung. Denn gerade eine Krebserkrankung sowie die medizinische Behandlung und deren Begleiterscheinungen führen oft zu starken emotionalen Reaktionen bei den Betroffenen. Das Sexualverhalten verändert sich, so lehnen etwa Brustkrebspatientinnen aus falscher Scham oft jeglichen Sexualkontakt mit ihrem Partner ab. Die psychosomatische Gynäkologie nimmt sich dieses Themas an und weist Wege aus der Krise.
„Sex, we can?!“
Wiens Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Profin Drin Beate Wimmer-Puchinger, die im erweiterten Vorstand der Gesellschaft vertreten ist, stellt unter anderem den, inzwischen mehrfach ausgezeichneten, sexualpädagogischen Aufklärungsfilm „Sex, we can?!“ vor, den das Wiener Programm für Frauengesundheit gemeinsam mit dem Wiener Bildungsserver ICE und gefördert vom Fonds Gesundes Österreich letztes Jahr erstellt hat.
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