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Ganz normale „Spitzenfrauen“
Vielfalt statt normierte Schönheit - das ist das Motto der neuen Kampagne von Palmers
Montag, 15. November 2010
Für ihre neue Werbekampagne haben der Wäschehersteller Palmers und die Frauenzeitschrift Woman die „Spitzenfrauen“ Österreichs gesucht. Insgesamt bewarben sich 700 Frauen aus ganz Österreich. 17 Frauen kamen ins Finale. Die drei Gewinnerinnen zieren die neue Plakatkampagne des Wäscheherstellers.
Lobenswerte Initiative
„Wir begrüßen diese Initiative“, sagt die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, Univ.-Profin Drin Beate Wimmer-Puchinger. „Es ist schön, Frauen unterschiedlichen Alters als Werbeträgerinnen zu sehen.“ Denn gerade die normierte Schönheit, mit überschlanken, jungen und wunderschönen Frauen, setzen die Konsumentinnen massiv unter Druck.
„Die Medien vermitteln uns ein Bild, das für die ganz normale Frau gar nicht erreicht werden kann“, sagt auch Maga Michaela Langer vom Wiener Programm für Frauengesundheit. „Die Folgen sind Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, Diätwahn und eine Zunahme von Schönheitsoperationen.“
Erster Schritt
Mit den drei „Spitzenfrauen“, die von Women und Palmers gekürt wurden, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung gesetzt. „Wir wünschen uns allerdings, diese „Schritte“ wären etwas weniger zaghaft“, sagt Beate Wimmer-Puchinger. Denn die drei Gewinnerinnen entsprechen – vom Alter einmal abgesehen – in jeder Hinsicht den von der Mode- und Werbewelt vorgegebenen Schönheitsidealen.
Vielfalt statt normierter Schönheit
„Frauen als Konsumentinnen wollen auch in der Werbung und in den Medien ganz normale Frauen sehen“, sagt auch Michaela Langer. „Große, kleine, junge und ältere Frauen, schlanke und kräftigere – Frauen, die der eigenen Lebensrealität entsprechen.“ Das Wiener Programm für Frauengesundheit freut sich über die Initiative von Palmers und Women und hofft, in Zukunft eine größere Vielfalt an Frauenbildern auch in der Werbung zu sehen.
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