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100 Jahre Weltfrauentag

Bereits über 100 Events in Österreich geplant

Mittwoch, 02. März 2011

Am 8. März feiert der Weltfrauentag sein 100jähriges Jubiläum. Im Zentrum dieses Tages steht seit jeher die Gleichstellung der Frau. Erstmals werden heuer alle Aktivitäten unter der Kampagne „Wir kommen so weit wir gehen“ zusammengefasst. Detaillierte Informationen werden vorab auf der homepage www.100jahrefrauentag.at bereitgestellt.


rathaus-frauenzeichenSeit Monaten bereiten sich weltweit Frauenorganisationen auf das 100jährige Jubiläum des internationalen Frauentages vor. Auch in Österreich bahnt sich, mit mehr als 100 Events, eine fulminante Begehung der Feierlichkeiten an. Doch der Weltfrauentag musste sich seinen Status erst hart erkämpfen.


Ein Tag mit Geschichte
Der erste Frauentag wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert um, nach amerikanischem Vorbild, für die Erlangung des Frauenstimmrechtes zu kämpfen. Im ersten Weltkrieg wandelte sich der Weltfrauentag in einen illegalen Aktionstag gegen den Krieg. Sein endgültiges Datum verdankt der Weltfrauentag dem großen Streik der Arbeiter-, Soldaten- und Bauersfrauen am 8. März in St. Petersburg. 1918 erfüllte der Weltfrauentag endlich seinen ursprünglichen Zweck und das allgemeine Wahlrecht wurde ausgerufen. Danach pausierten die Aktivitäten um den Weltfrauentag, bis zu seiner offiziellen Wiedereinführung auf der ersten internationalen Frauenkonferenz 1923. Neue Ziele waren die Frauenarbeitszeitverkürzung ohne Lohnabschläge, die Senkung der Lebensmittelpreise und der legale Schwangerschaftsabbruch.
1933-1945 wurde der Frauentag abermals offiziell verboten und durch den Muttertag ersetzt. Dennoch wurde der 8.3. inoffiziell vom Widerstand durch das „Auslüften“ von roten Gegenständen gefeiert.
Erst 1977 wurde der 8. März von den Vereinten Nationen offiziell zum „Tag für Frauenrechte und internationalen Frieden“ ernannt.


Errungengschaften und Ausblick
Der Gleichberechtigungsgrundsatz, im Ehegesetz, das Gleichstellungsgesetz und die Möglichkeit der Väterkarenz sind einige der bisherigen Errungenschaften weiblicher Initiativen. Ein Grund mehr, die noch bestehenden Ungerechtigkeiten hervorzuheben. „In einer Welt, in der es weibliche Genitalverstümmelung, häusliche Gewalt gegen Frauen und eine steigende Frauenquote der HIV Infektionen gibt, muss es auch einen Weltfrauentag geben um diese Missstände zu bekämpfen“ so die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof. Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.


Wien in Frauenhand
In der Zeit von 1. bis 20.3. steht Wien im Zeichen der Frau. So öffnet z.B. am 8.3. das „offene Rathaus für alle Mädchen und Frauen“ seine Pforten und bietet durch kostenlose Kinderbetreuung die Möglichkeit, unbeschwert Informationsstände von Beratungseinrichtungen, Bühnen-Diskussionen, Konzerte und Kabaretts zu besuchen. Das Volkskundemuseum führt mit seiner Jubiläumsausstellung „FESTE.KÄMPFE.100 JAHRE FRAUENTAG“ durch dessen Geschichte, während sich am 16.3. im U4 die „VOICES AGAINST VIOLENCE“ in Form eines Clubbings erheben. Zuhausebleiberinnen können sich mittels des ORF Themenschwerpunktes „Starke Frauen hat das Land“ informieren lassen. Besonderer TV-Tipp ist das „Bürgerforum“ am 2. März um 20:15, wo Frauenministerin Heinisch-Hosek und Familienminister Mitterlehner mit BürgerInnen unter dem Titel „Halbe-Halbe- wer hat hier die Hosen an?“ über Gleichberechtigung, Lohn und Obsorge diskutieren. Auch im Theater Drachengasse ist Frauenpower angesagt. Alle Besucherinnen zahlen nur den halben Eintrittspreis an diesem Tag.


„20000frauen“ am Ring
Besonderes Highlight wird dieses Jahr die Großdemonstration entlang des Wiener Rings am 19.3., die als Auftaktveranstaltung für die Plattform „20000frauen“ um 14:00 am Schwarzenbergplatz startet und mit der Schlusskundgebung vor dem Parlament um 16:00 endet. Ziel ist die Vernetzung aller Frauenbewegungen und Lobbying für frauenpolitische Anliegen. Für Teilnehmerinnen aus den Bundesländern bietet die ÖBB mit dem Eventticket „Frauen am Zug“ 60% Rabatt für Vorteilscardinhaberinnen und 25% auf alle Fahrkarten für die Hin- und Rückfahrt.
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.100jahrefrauentag.at, www.20000frauen.at, TVthek.ORF.at

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