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Schwangerschaft und Drogen
Neuer Folder informiert und eröffnet Perspektiven
Donnerstag, 21. April 2011
Schwangerschaft und Drogenabhängigkeit sind in den Köpfen vieler unvereinbare Zustände, deren gleichzeitiges Bestehen das Kind schwer schädigt. Die neue Informationsbroschüre „Schwangerschaft und Drogen“ wirft ein völlig neues Licht auf dieses heikle Thema und bietet betroffenen Frauen einen klar strukturierten Leitfaden um ihre Situation besser zu verstehen und die Voraussetzungen für einen problemfreien Schwangerschaftsverlauf für Mutter und Kind zu schaffen. In ganz anderen Umständen Eine Schwangerschaft ermöglicht suchtkranken Frauen eine positivere Einstellung zur eigenen Zukunft und einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit. So kann auch bei Suchtkranken die Hoffnung, ein gesundes Kind zur Welt bringen zu können, den Anstoß für den völligen Drogenverzicht geben. Besteht zum Zeitpunkt des Schwangerschaftseintritts bzw. während der Schwangerschaft eine Abhängigkeit von legalen oder illegalen Drogen, ist allerdings zu beachten, dass es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Die Risiken variieren je nach Substanzart und Ausmaß der Abhängigkeit stark.
„Ziel war es, dieses schwierige Thema so zu formulieren, dass alle wesentlichen Botschaften vermittelt werden und die Broschüre trotzdem ein verständlicher Ratgeber für die Frauen ist und sie direkt anspricht", so Dr.in Hermine Schmidhofer, stv. Geschäftsführerin und Leiterin des Bereichs Beratung, Behandlung und Betreuung der Sucht- und Drogenkoordination Wien. "Von großer Bedeutung war vor allem, dass ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen an einen Tisch gekommen sind, um an diesem Thema gemeinsam zu arbeiten. Weiters wurden durch Grafik und Layout die wichtigsten Punkte für jene herausgehoben, die die Broschüre nur kurz durchblättern. Mit der Unterstützung des Texts durch die Grafik wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie derartige zielgruppenspezifische Broschüren aufgebaut werden können."
"Den Autorinnen ist zu diesem engagierten Produkt zu gratulieren! Diese Broschüre ist ein wichtiger Schritt der Enttabuisierung dieser Problematik und gibt abhängigen Frauen das Selbstvertrauen, Unterstützung zu suchen. Diesen Müttern und ihren Kindern wird dadurch ein gesunder Start in ein neues Leben erleichtert.“ So die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.
Im ersten Teil werden Fragen bezüglich Wahrscheinlichkeit und Ausmaß der Beeinträchtigung des Ungeborenen durch verschiedene Substanzen erklärt und über die Auswirkungen eines Drogenentzugs, einer HIV- und Hepatitisinfektion informiert.
Weiters finden sich wichtige Inputs von wem und in welcher Weise sich die werdenden Mütter helfen lassen können, sowie alle relevanten Hinweise in Bezug auf Vorsorgeuntersuchungen, Behördenwege und finanzielle Ansprüche. In einem Extrateil wird in diesem Zusammenhang auch auf die für Migrantinnen zusätzlich zu beachtenden Punkte eingegangen. Der Mittelteil ist dem Themenkreis Entbindung, Krankenhausaufenthalt, Stillen und Bedürfnisse des Kindes gewidmet. Eine kurze Checkliste fasst wichtige Erledigungen im Vorfeld der Geburt chronologisch zusammen. Weiters sind die Adressen aller kompetenten Anlaufstellen in Wien und Niederösterreich zu finden. Somit schafft diese Broschüre erstmaligst Klarheit über medizinische, soziale, rechtliche und psychologische Fragen zu Schwangerschaft und Drogen.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.frauengesundheit-wien.at/frauengesundheit/schwangerschaft/
Link zur Broschürenbestellung:
http://www.suchtvorbeugung.at/suchtkoordination
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