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Neue Gesprächsreihe: Erster "Wiener Dialog Frauengesundheit" mit BZgA-Direktorin Pott

Wiener Programm für Frauengesundheit setzt auf Vernetzung und Austausch zu Frauengesundheitsthemen

Montag, 20. Juni 2011

In der neuen Gesprächsreihe „Wiener Dialog Frauengesundheit“ lädt das Wiener Programm für Frauengesundheit EntscheidungsträgerInnen und ExpertInnen zum Austausch mit nationalen und internationalen Persönlichkeiten. Für die Auftaktveranstaltung konnte die renommierte Gesundheitsexpertin und Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Frau Prof. Dr.in Elisabeth Pott, gewonnen werden. Deren fachlicher Input bildet die Basis für eine rege Diskussion in den Räumlichkeiten des Wiener Ringturms mit herrlichem Blick auf Wien.


WienerDialogFrauengesundheitDie Universitätsprofessorin und Medizinerin Elisabeth Pott leitet seit 25 Jahren die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) in Deutschland und hat in dieser Funktion wichtige Forschungsfragen und innovative Modellprojekte für Frauen und Mädchen in die Wege geleitet. Elisabeht Pott unterrichtet Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung im Rahmen einer Honorarprofessur am Zentrum "Öffentliche Gesundheitspflege" des Institut für Epidemiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Nach Wien kam sie am 8. Juni auf Einladung des Wiener Programms für Frauengesundheit und als erste Referentin des neu gegründeten "Wiener Dialogs Frauengesundheit". Die Begrüßung der Referentin und Gäste nahmen Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely und - als Hausherrin - Dr.in Judit Havasi, Vorstandsmitglied der Wiener Städtischen vor, die Moderation übernahm die Frauengesundheitsbeauftragte Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.

"Mädchen- und Frauengesundheit: Quo vadis?"

Dieser Frage stellte sich Pott in ihrem 25minütigen Impulsvortrag. Pott erachtete die Themenfelder Prävention und Gesundheitsförderung verstärkt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und zeigte auf, dass das Feld der Frauen- und Mädchengesundheit weit über reproduktive und sexuelle Gesundheit hinaus gehe und durch gesellschaft liche Aspekte – wie etwa Körperformen und Rollenbilder – wesentlich geprägt werde. "Wir müssen Präventionsstrategien unter Einbeziehung vielfältiger Aspekte wie Geschlecht, Alter oder Migrationshintergrund und unter Beteiligung der Zielgruppen einsetzen", appellierte Pott. "Dabei geht es nicht darum, den Menschen etwas anzutrainieren, sondern ihnen wichtige Kompetenzen zu vermitteln", etwa Medienkompetenz zur Prävention pathologischer Verhaltensweisen wie Spiel- und Onlinesucht. Dafür brauche es entsprechende Strukturen: In der zielgerichteten Vernetzung von Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich sieht Elisabeth Pott einen wichtigen Schritt, um anstelle der verbreiteten "Projektitis" Nachhaltigkeit in Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen.

Alleinerzieherinnen und seelische Belastungen bei Mädchen und Frauen als wichtige Themen

Angesichts einer sozial heterogenen weibliche Bevölkerung sieht Pott die Gesundheitspolitik vor zahlreichen Herausforderungen: Seien es die 90 Prozent  Frauen unter den 1,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland, viele davon an der Armutsgrenze, sei es die steigende Anzahl von Single-Haushalten bei älteren Frauen mit niedriger Rente, seien es teilzeitbeschäftigte Mütter mit geringem Pensionsanspruch, seien es seelisch belastete junge Frauen - die Aufgabe der BzGA sei es, "Frauen zu helfen, sich zu aktiven Persönlichkeiten zu entwickeln".

Auch im Bereich Sexualaufklärung geht die BZgA einen offensiven Weg. Die Dinge beim Namen nennen und offen anzusprechen, erweist sich als erfolgreicher Weg um Jugendliche  zu erreichen. Eben diese klaren Worte und anschaulichen Aufklärungsmaterialien - welche stets unter Einbeziehung der Zielgruppe erarbeitet werden - finden auch "hierzulande" großen Anklang, wie im Rahmen der Diskussion ersichtlich wurde

"Wiener Dialog Frauengesundheit" als neue Gesprächsreihe

Das Wiener Programm für Frauengesundheit setzt auf Vernetzung und Austausch zu Frauengesundheitsthemen. Die neue Gesprächsreihe "Wiener Dialog Frauengesundheit" wird als regelmäßige Institution 2 bis 3 Mal jährlich stattfinden und sich mit ausgewählten ExpertInnen in intensiven Dialog und Diskussion begeben.

 

Stadträtin Wehsely eröffnet Wiener Dialog Frauengesundheit - Copyright PID

Prof.in Elisabeth Pott - Copyright PID

Begrüßung durch Dr.in Judit Havasi, Vorstandsmitglied der Wiener Städtischen - Copyright PIDModeration durch Beate Wimmer-Puchinger - Copyright WPFGBlick ins Publikum - Copyright WPFGProf.in Pott in der Diskussion- Copyright WPFG

Blick ins Publikum 3 Copyright WPFGBlick ins Publikum 4Copyright WPFGBlick ins Publikum 2 Copyright WPFG

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