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Rauchen in Schwangerschaft belastet Kind auf Jahre
Mittwoch, 22. Juni 2011
Die Forscher testeten 405 Achtjährige, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hatten, und fanden heraus, dass sie rund 15 Prozent weniger HDL hatten als andere Kinder. Ob die Kinder nach der Geburt Rauch ausgesetzt waren, beeinflusste das Ergebnis nicht.
Keine Verbesserung im Erwachsenenalter
„Wir ziehen daraus den Schluss, dass sie ein zehn bis 15 Prozent höheres Risiko von Herzkrankheiten haben“, sagte Kardiologieprofessor David Celermajer. „Das gilt mindestens für die ersten acht Lebensjahre, aber wahrscheinlich noch viel länger.“ Die Forscher gehen davon aus, dass sich die niedrigen HDL-Werte auch im Erwachsenenalter nicht erhöhen.
Nach Angaben der Forscher rauchen in den westlichen Ländern rund 15 Prozent der Mütter während der Schwangerschaft. „Bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben, sollte man besonders auf andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck und LDL, das schlechte Cholesterin, achten“, meinte der Professor. HDL-Werte könnten durch regelmäßigen Sport verbessert werden.
Broschüre "Rauchen in der Schwangerschaft"
In Österreich rauchen geschätzte 20 bis 30 % der schwangeren Frauen – zumindest am Beginn einer Schwangerschaft. Nur die Hälfte gibt den Konsum im Verlauf der Schwangerschaft auf. 56 % nehmen ihre Rauchgewohnheiten nach der Entbindung jedoch wieder auf. 1 Aus diesem Grund hat das Wiener Programm für Frauengesundheit eine Broschüre zum Thema "Rauchen in der Schwangerschaft" herausgebracht, die allen schwangeren Frauen in Wien bei Ausstellung des Mutter-Kind-Passes diesem beigefügt wird.
Die Broschüre kann kostenlos unter 01/4000 - 87 162 oder frauengesundheit@ma15.wien.gv.at bestellt werden.
Details zur Studie der Universität Sydney hier.
1 Quelle: http://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/Raucherentwoehnung_vor_Schwangerschaft_HK.html
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