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Stellungnahme "EssstörungsexpertInnen: Natürliche Schönheit statt irrealer Bilder"

Einschränkung von retouchierten Werbebildern aus gesundheitlicher Perspektive begrüßt

Freitag, 29. Juli 2011

In Großbritannien muss der Kosmetikkonzern L´Oreal seine Werbekampagne mit retouchierten Bildern einstellen. Die Schauspielerin Julia Roberts und das Model Christy Turlington wurden durch Fotobearbeitung derart unrealistisch "schön" dargestellt, dass selbst die britische Advertising Standards Authority (ASA) die Bilder der Kampagne als irreführend bezeichnet.


Das Wiener Programm für Frauengesundheit begrüßt diese Entscheidung auch aus gesundheitlicher Perspektive. Geschönte und digital bearbeitete Bilder schaffen irreale Vorstellungen und unerreichbare Ideale in den Köpfen von jungen Frauen, Mädchen, Burschen und Männern. Unrealistische Abbildungen führen zu einer Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen und das wiederum zu einem negativen Körperbild und geringem Selbstwert. Psychische Erkrankungen wie Essstörungen und Depressionen können die Folge sein.

Digital retouchierte Bilder sind nicht als unschuldige Praxis anzusehen, sondern als Risikofaktoren für mögliche psychische Erkrankungen.

Wir begrüßen den Stopp der Kampagne als sehr guten Schritt in die richtige Richtung und sehen diese Entscheidung als einen guten Anfang und positives Beispiel, Bewusstsein für die gesundheitliche Problematik von retouchierten Bildern zu schaffen.

Wir hoffen, dass diese Entscheidung auch zu einem Umdenken bei österreichischen WerberInnen und Marketingverantwortlichen führt, kreative Werbung ohne digital geschönte Bilder zu schaffen.

 

Eine Stellungnahme des Wiener Programms für Frauengesundheit:

  • ao. Univ.Profin Drin Beate Wimmer-Puchinger
    Frauengesundheitsbeauftragte und Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit, Stadt Wien
  • Maga Michaela Langer
    Stv. Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit, Stadt Wien

In Konsens mit (in alphabetischer Reihenfolge):

 

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