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BRUSTKREBS-Informationsabend am 13.10.2011

Donnerstag, 29. September 2011

Am 13. Oktober 2011 bietet sich interessierten Frauen die einzigartige Gelegenheit, offene, ehrliche und verständliche Antworten auf ihre Fragen rund um das Thema Brustkrebs zu bekommen. Im großzügigen Ambiente des Wappensaals im Wiener Rathaus geben fünf Expertinnen unentgeltlich von 18:30 bis 20:30 im Rahmen des BRUSTKREBS-Infoabends "von Frauen für Frauen" Auskunft zu absolut allen themenrelevanten Aspekten dieser nach wie vor weit verbreiteten Erkrankung.


Das Wiener Programm für Frauengesundheit, die Stadt Wien und die Wiener Gebietskrankenkasse setzen am 13. Oktober 2011 mit dem Brustkrebs-Informationsabend "von FRAUEN für FRAUEN" gemeinsam einen weiteren, wichtigen Schritt im Kampf gegen diese bösartige Erkrankung. Unter der Moderation der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten, ao. Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, werden im Wappensaal des Wiener Rathauses Top-Expertinnen von der Früherkennung bis zur Behandlung von Brustkrebs verständlich und transparent informieren. Zentrales Element der Veranstaltung ist die eingehende Beantwortung aller Publikumsfragen in frauengerechter Art und Weise. Jede Frage ist willkommen und wird gemeinsam aus allen Blickwinkeln diskutiert.

Die Gefahr bleibt

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung und trauriger Spitzenreiter der Ursachen für die Krebssterblichkeit bei Frauen. Knapp 30% der 2008 neu entdeckten Tumore finden sich in der weiblichen Brust. Im Durchschnitt werden jährlich über 4.700 Frauen in Österreich mit der Diagnose "Brustkrebs" konfrontiert, was einer Rate von 7,2% der unter 75 Jährigen entspricht. Mehr als 1.500 bzw. 1,7% aller Österreicherinnen sterben an den Folgen dieser Erkrankung. Wirkungsvollen, präventiven Gegenmaßnahmen kommt daher besondere Bedeutung zu. Denn, obgleich sich das Bewusstsein gegenüber Brustkrebs und die diagnostischen Mittel zur Früherkennung in den letzten Jahren verbessert haben, zeigt der direkte Vergleich der Zahl an Neuerkrankungen und Sterbefällen in den letzten 12 Jahren keine deutliche Veränderung. "Das Wissen, als Frau ein hohes Brustkrebsrisiko zu tragen, kann dieses nicht senken!", so die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, ao. Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, "ohne die Frauen aktiv dazu motivieren, Früherkennung durch Mammographie zu machen und Warnsignale richtig zu deuten, ist nicht mit einer rückläufigen Prävalenz zu rechnen."

Screening bringt's

Wie effektiv angewandte Aufklärung sein kann, beweist das engagierte Pilotprojekt "Ich schau auf mich!", das bereits vor 10 Jahren vom Wiener Programm für Frauengesundheit in Zusammenarbeit mit den Wiener Sozialversicherugsträgern ins Leben gerufen wurde und nun in Wien, Burgenland, Salzburg und Vorarlberg Fortsetzung findet. Im Rahmen dieses ersten Modellprojektes wurde es Frauen aus dem 15., 16. und 17. Wiener Gemeindebezirk ermöglicht, sich in zweijährigen Untersuchungsintervallen einem Mammographie-Screening zu unterziehen. Begleitet wurde dieses Angebot von mehrsprachiger intensiver Aufklärung, der regelmäßigen Schulung aller Beteiligten und verblindeten Doppelbefundung der Röntgenbilder. Ziel dieses Krankheitspräventionsprojektes waren unter anderem die Inanspruchnahme einer Früherkennungsmammographie in der Zielgruppe der 50- bis 69 jährigen Frauen zu steigern, die Qualität der Befundung mittels Leitlinien dauerhaft zu verbessern, die fächerübergreifende Befundbesprechung als "state of the art"-Praxis zu implementieren, sowie sozial benachteiligte Frauen, Migrantinnen und Frauen, die sich noch nie bzw. schon lange nicht mehr einer Mammographie unterzogen haben, besonders in den Fokus zu rücken. Die Ergebnisse dieses Projektes waren mehr als erfreulich. So konnte eine Steigerung der Anzahl an Mammographieuntersuchungen um 22,3% erreicht, einheitliche Qualitätskriterien in einer Behandlungskette von der Früherkennung bis zur Brustoperation etabliert und der Grundstein für die Planung eines österreichweiten Programms dieser Art gelegt werden. In die gleiche proaktive Kerbe schlägt der geplante Brustkrebs-Informationsabend am 13. Oktober, bei dem praktische Hinweise gegeben werden und Frauen individuell dort abgeholt werden, wo sie mit ihrem Wissen stehen. So werden einerseits die Hürden abgebaut, die einer lückenlosen Vorsorgebereitschaft im Wege stehen und andererseits der eigene Entscheidungs-, Handlungs- und Therapiespielraum im Rahmen der Diagnose Brustkrebs aufgezeigt.

 

 Weitere Informationen zu dieser Thematik finden Sie unter: www.ich-schau-auf-mich.at

 

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