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Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen an

Prävention durch Information

Donnerstag, 05. Januar 2012

Die steigende Prävalenz von Osteoporose und Herzkrankheiten lässt aufhorchen. Prognosen zu Folge sollen 2050 doppelt so viele Menschen von Osteoporose betroffen sein und bis 2030 rund 24 Millionen Menschen jährlich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Eine wichtige Gegenmaßnahme ist Aufklärungsarbeit.


armutweiblichJedes Jahr steigt die Zahl an Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die WHO bezeichnet Osteoporose mittlerweile als „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache für Männer und Frauen. Aus diesem Grund wurden infolge des Schweizer Frauengesundheitsgipfels Fact-Sheets erarbeitet, die den Wissenstand von GesundheitsexpertInnen und Betroffenen verbessern sollen.

Herz-Kreislauferkrankungen immer aus der Genderperspektive betrachten

Ein wichtiger Aspekt bei der Bekämpfung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die genderspezifische Betrachtung. Bis zu den Wechseljahren sind Frauen hormonell besser gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewappnet, nach den Wechseljahren nimmt diese protektive Wirkung kontinuierlich ab. Zudem haben gesundheitsschädliche Verhaltensweisen wie Rauchen und Alkoholkonsum bei Frauen einen weitaus negativeren Effekt auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit als bei Männern. Hinzu kommt, dass die Symptome für einen Herzinfarkt bei Frauen undeutlicher zu Tage treten und daher eher falsch diagnostiziert werden. Insgesamt sterben mehr Frauen als Männer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Tägliche Bewegung, ein ausgewogener Speiseplan und der Verzicht auf Tabak- und übermäßigen Alkoholkonsum kann die Wahrscheinlichkeit eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden erheblich senken und den Hauptrisikofaktoren Bluthochdruck, hohes Cholesterin und Übergewicht entgegenwirken.

Osteoporose auch bei jungen, untergewichtigen Frauen

Bei der Osteoporose werden in erster Linie Frauen nach der Menopause zu den Risikoträgerinnen gezählt. Dass auch junge, untergewichtige Frauen mit Zyklusstörungen und Männer ein hohes Risiko tragen, fand bislang zu wenig Beachtung. Die Diagnose „Osteoporose“ wird derzeit nur bei jedem 5. Betroffenen gestellt. Mitverantwortlich ist einerseits das mangelhaftes Wissen in der Öffentlichkeit und teilweise auch unter der Ärzteschaft, andererseits das Fehlen einer Schmerzsymptomatik.

Die große Gefahr der Osteoporose liegt nicht unmittelbar in der Erkrankung selbst, sondern in der höheren Anfälligkeit für komplizierte Knochenbrüche und den daraus resultierenden, langen Spitalsaufenthalten, die darüber hinaus mit enormen Kosten für das Gesundheitswesen verbunden sind.


Mehr Informationen unter: www.womenshealth.ch

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