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Essstörungen: Engagierte Prävention kann neue Erkrankungen verhindern

„Initiative S-O-Ess“ wird bei Erfahrungsaustausch in Aachen vorgestellt

Mittwoch, 03. Februar 2010

Ende Februar findet der „2. Wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e.V.“ statt, an dem ExpertInnen aus aller Welt teilnehmen werden. Die stellvertretende Leiterin des „Wiener Programms für Frauengesundheit“, Mag.a Michaela Langer, wird die „Initiative S-O-Ess gegen ungesunde Schlankheitsideale“ präsentieren.


Gesichter_Essstoerungen_kl_CopyrightDGESSWer das Programm des Aachener Kongresses studiert, wird feststellen, dass es immer mehr Erfahrungen und interessante Therapiekonzepte zum Thema Essstörungen gibt und dass viel dazu geforscht wird. Doch die Zahlen der neu an Magersucht, Ess-Brechsucht und Essanfällen erkrankenden Mädchen und Frauen bleiben hoch. Das Wiener Programm für Frauengesundheit behandelt daher die Prävention von Essstörungen als zentralen Schwerpunkt.

Ein wesentliches Präventionsmittel ist die Hotline für Essstörungen, die vom Wiener Programm für Frauengesundheit gegründet wurde und seit Jänner 2009 in der Wiener Gesundheitsförderungs GmbH WiG integriert ist. Die Hotline ist mit rund 19.000 Telefonberatungen ein Erfolg, der das Team um die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger darin bestärkt, bei den Ursachen für die extrem hohe Körperunzufriedenheit von Mädchen und Frauen anzusetzen sowie Erkrankungen schon im Frühstadium zu therapieren.

Die permanente Konfrontation der Frauen mit medialen Schlankheitsbildern bewirkt die Verunsicherung über das eigene Aussehen und kann zu Körperbildstörungen führen und diese wiederum sind die Grundlage für zahlreiche psychische Beeinträchtigungen und Störungen wie gestörtes Essverhalten bis hin zu manifesten Essstörungen, Körperdysmorphe Störung, Libido- und Sexualstörungen, Störungen des Sozialverhaltens bis hin zu Psychosen.

Mit der Initiative S-O-Ess, die von der Stadträtin für Gesundheit und Soziales Mag.a Sonja Wehsely gefördert wird, arbeitet das Wiener Programm für Frauengesundheit daran, medial transportierte unerreichbare und krankmachende Schlankheits- und Körperideale abzuschwächen. Das von der Initiative S-O-Ess verfasste „Manifest gegen ungesunde Schlankheitsideale zur Prävention von Essstörungen“ hat das Ziel, durch gemeinsames Vorgehen und die enge Zusammenarbeit von Medien, Werbung, Wirtschaft, Mode und Industrie im Verbund mit GesundheitsexpertInnen unrealistische – und somit gesundheitsschädigende –  mediale Vor-Bilder zu korrigieren und gesundheitsförderliche Standards zu etablieren.

Links

Informationen über den Kongress in Aachen, der von 25. bis 27. Februar 2010 stattfindet,  finden Sie auf 

Auf der Homepage der Initiative S-O-Ess können Sie das Manifest herunterladen, eine Unterstützungserklärung abgeben, sowie kostenlos eine No BODY is perfect-Schleife bestellen.

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