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Internetprovider engagieren sich gegen Verherrlichung von Essstörungen

EU-Projekt "Safeinternet" will Medienkompetenz und sichere Netznutzung verbessern

Freitag, 03. Dezember 2010

Was sind "Pro-ANA" und "Pro-MIA"-Seiten? Wie erkennt die Internetnutzerin Webseiten, die Essstörungen glorifizieren? Was sind die häufigsten Essstörungen und wie werden sie behandelt? Antworten darauf bietet ein Frage- Antwort- Kompendium der österreichischen Internet Service Provider (www.ispa.at) im Rahmen eines EU-Projekts.


Telefonhoerer_Computer_InternetproviderSie heißen „Pro-ANA“ oder „Pro-MIA“ – Websiten, die Essstörungen, wie Anorexia nervosa (ANA) und Bulimie (MIA) als erstrebenswert und positiv darstellen. In den meisten Fällen werden diese Sites von Mädchen und Frauen gestaltet, die selbst unter einer Essstörung leiden. Um der zunehmenden Zahl derartiger Seiten etwas Positives entgegen zu stellen, engagieren sich die österreichischen Internet Service Provider (ISPA) im Rahmen des EU-Projekts „Saferinternet“.

Essstörungen sind kein Lebensstil


„Wir haben ein Frage-Antwort-Paket zusammengestellt, in dem die wichtigsten Themen rund um Websites, die Essstörungen verherrlichen, beantwortet werden“, sagt Romana Cravos, Projektleiterin der ISPA: „Damit wollen wir über Essstörungen informieren und betroffene Personen darüber aufklären, dass es sich bei einer Essstörung nicht um „Lifestyle“, sondern um eine schwerwiegende Erkrankung handelt.“

Guter erster Einstieg


Die FAQs (Frequently Asked Questions – häufig gestellte Fragen) auf der Website der ISPA stehen allen Interessierten, Angehörigen, Betroffenen, SchulärztInnen und LehrerInnen zur Verfügung. Sie sollen einen ersten Einstieg in das Thema ermöglichen. Alle Inhalte, die im Rahmen des EU-Projekts „Saferinternet“ erstellt werden, dürfen frei vervielfältigt und öffentlich zugänglich gemacht werden. Dazu muss lediglich die Quelle angegeben werden (http://wikipedia.org/wiki/Creative_Commons).

Gegen kritiklose Verherrlichung


„Seiten, die Essstörungen glorifizieren, können nach österreichischem Recht nicht verboten werden. Umso wichtiger ist die Aufklärung“, sagt die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, Univ.-Profin. Drin. Beate Wimmer-Puchinger. „Das Projekt der ISPA setzt sachliche Informationen gegen kritiklose Verherrlichung von Essstörungen.“

Das EU-Projekt „Saferinternet“ wurde 2006 ins Leben gerufen. Über die Website www.saferinternet.at können kostenlos Unterrichtsmaterialien und Broschüren über die sichere Internet- und Handynutzung abgerufen werden. Im Rahmen einer Schuloffensive können zudem ReferentInnen für Schulworkshops gebucht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.saferinternet.at/themen/selbstgefaehrdung/
FAQs zum Thema Essstörungen

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