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Gesundheitsförderung bei "Jugend am Werk"
Freitag, 19. Dezember 2008
Ausgangslage des Projektes war die Tatsache, dass Frauen mit Behinderung mit unterschiedlichsten Barrieren konfrontiert sind. Nicht nur bauliche Barrieren, unzugängliche Gebäude oder fehlende Einrichtungen wie spezielle Untersuchungsgeräte sondern vor allem auch nicht vorhandenes Wissen und fehlendes Bewusstsein bezüglich der Anforderungen von Frauen mit Behinderung im Gesundheitssystem erschweren den Alltag. Dazu zählt auch die gesellschaftliche Tabuisierung der Themen Sexualität, Schwangerschaft und Mutterschaft von Frauen mit Behinderung und das Faktum, dass sie überdurchschnittlich oft Opfer (sexueller) Gewalt werden.
Frauen und Mädchen mit Behinderung erleben oft, dass ihnen ihre Sexualität abgesprochen wird und sie infantilisiert werden. Genau hier setzte das Projekt „Gesundheitsförderungen in betreuten Werkstätten“ an. Neben monatlich stattfindenden gynäkologischen Sprechstunden fanden auch sexualpädagogische Workshops statt, die von speziell ausgebildeten KursleiterInnen abgehalten wurden. Zusätzlich wurden Selbstverteidigungs- und Empowermentkurse angeboten.
Das Projekt wurde von allen Beteiligten begeistert angenommen. Aufgrund des großen Erfolges und des dringlichen Bedarfs derartiger Kurse wird derzeit eine Implementierung des Projektes in den Regelbetrieb von „Jugend am Werk“ angestrebt.
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