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Wiener ModemacherInnen unterstützen die Initiative S-O-Ess!

Dienstag, 17. Februar 2009

Die Initiative S-O-Ess gegen unerreichbare Schönheitsideale erhält weitere Unterstützung durch die Landesinnung des Bekleidungsgewerbes der Wirtschaftskammer Wien. ModemacherInnen setzen ein gesellschaftspolitisches Zeichen und präsentieren ihre Schaufenster im S-O-Ess-Design.


@Foto WeinwurmDie Durchschnittsfrau wird größer und breiter – das ergeben die Messungen des deutschen Textilforschungszentrum Hohenstein. Seit den 1960er Jahren vermessen
die ForscherInnen alle 10 Jahre Frauenkörper und errechnen daraus repräsentative Werte. Die Modebranche reagiert auf diese Entwicklung zwiespältig. Während für ältere Kundinnen
die Größen mitwachsen, werden die Kleidungsstücke für junge Frauen immer kleiner. Ein Trend, der sich auch in den Schaufensterpuppen widerspiegelt. In der Studie „Können Schaufensterpuppen menstruieren?“ haben finnische ForscherInnen Schaufensterpuppen aus den letzten 80 Jahren verglichen und den Fettanteil am Körpergewicht einer ähnlich gebauten Frau verglichen. Der „Fettanteil“ der Schaufensterpuppen, der in den 1950er noch im normalen Bereich lag, ist in den letzten 50 Jahren kontinuierlich gesunken und ist heute so niedrig, dass bei einer realen Frau keinerlei normale Körperfunktionen mehr möglich wären.

@Foto Weinwurm. v.l.n.r.: Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Puchinger, Modemacherin, KommR Brigitte Jank19 Wiener ModemacherInnen lehnen diesen extremen Magertrend entschieden ab und zeigen Flagge: In ihren Schaufenstern stehen nun Kleiderpuppen in normaler Größe, verziert mit einem gelben Maßband. Zwei Plakate informieren über die Aktion, ebenso wie die in den Geschäften auffliegenden Flyer. Über den Zulauf zur Initiative gegen den Schlankheitswand zeigt sich die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin, Maga Sonja Wehsely, erfreut: „Die Wiener ModemacherInnen erleben sehr oft wie groß der gesellschaftliche
Druck auf Frauen und Männer ist, einem Schlankheitsideal genügen zu müssen. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit mit ihrer Arbeit dem entgegenzuwirken.“ Auch die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, KommR Brigitte Jank – eine Unterstützerin der ersten Stunde von S-O-Ess - , zeigt sich begeistert: „Ich stehe voll hinter dieser Initiative und freue mich, dass gleich vom Start weg 19 Wiener Betriebe in neun Bezirken mitmachen.“

 

Mehr Informationen zur Initiative S-O-Ess finden Sie hier.

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